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Für BODYS on Tour – Jana Offergeld besucht die University of Melbourne Law School
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Für BODYS on Tour – Jana Offergeld besucht die University of Melbourne Law School

Participatory-Research-Seminar

Der Aufbau von Kooperationen mit internationalen Forschungspartnern ist eines der zentralen Ziele des Bochumer Zentrums für Disability Studies (BODYS). Mitte Juli tauschte Jana Offergeld, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt AKTIF, daher den deutschen Sommer gegen den australischen Winter und verbrachte fünf Wochen an der University of Melbourne. Bereits im Rahmen der Veranstaltung „Rights based research and the CRPD“, die im Januar 2016 in Zusammenarbeit zwischen der EvH RWL und der University of Melbourne in Bochum organisiert wurde, hatte sich schnell die Idee formiert, zukünftig gemeinsam im Kontext der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen forschen zu wollen. Dr. Anna Arstein-Kerslake, Direktorin der Hallmark Disability Initiative an der Universität Melbourne, lud daraufhin Jana Offergeld ein, ihr Team im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes zu unterstützen.

Neben der gemeinsamen Vorbereitung eines Forschungsantrags stand beim Besuch vor allem die Arbeit in der diesjährigen Disability Human Rights Clinic im Vordergrund. Im Rahmen eines Seminars übernehmen Studierende dabei unter Anleitung der Dozent_innen Aufträge zivilgesellschaftlicher Organisationen. In der diesjährigen Clinic erstellte beispielsweise eine Gruppe Studierender die Hintergrundrecherche für den nächsten Bericht der UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Catalina Devandas Aguilar. Eine andere Arbeitsgruppe erarbeitete unter Anleitung von Jana Offergeld einen Vergleich der Systeme rechtlicher Betreuung in Australien und Deutschland und konzipierte in Zusammenarbeit mit der australischen Selbstvertretungsorganisation VALID eine Fortbildungsveranstaltung für Menschen mit Behinderungen. Während der wöchentlichen Clinictage wurden den Studierenden außerdem zentrale Inhalte im Kontext der Disability Studies, Menschenrechte und Behinderung vermittelt.

Gegen Ende ihres Besuchs erhielt die Promovendin schließlich die Möglichkeit, im Rahmen eines öffentlichen Seminars ihr eigenes partizipatives Forschungsvorhaben vorzustellen. Weitere Referentin war Jody Saxton, die als Wissenschaftlerin mit Hörschädigung und Aborigine über ihre Erfahrungen als Forscherin und Gemeindebetreuerin berichtete.

Wieder zurück in Deutschland zieht Jana Offergeld ein positives Resümee: „Während meines Aufenthalts an der University of Melbourne habe ich viele neue Eindrücke und spannende Kontakte gewinnen können. Besonders fasziniert hat mich das Konzept der Disability Human Rights Clinic mit ihrem transdisziplinären und anwendungsbezogenen Ansatz. Ich hoffe, ich konnte während meiner Zeit in Australien dazu beitragen, die Weichen für eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen unseren Hochschulen zu stellen.“

Text: Jana Offergeld

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