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Nachrichten

Tagung "Aufbrüche und Barrieren - Geschichte der Behindertenpolitik und des Behindertenrechts seit den 1970er Jahren

Wer die Widersprüche der gegenwärtigen Behindertenpolitik zwischen Teilhabeversprechen, Strukturkonservatismus und Kostenvorbehalten verstehen will, kommt nicht umhin, sich genauer mit den Umbrüchen in der jüngeren Geschichte zu beschäftigen. Die Verbindung von Geschichte und Gegenwart für gemeinsame Erkenntnisinteressen fruchtbar zu machen, war das Anliegen der Tagung „Aufbrüche und Barrieren. Geschichte der Behindertenpolitik und des Behindertenrechts seit den 1970er Jahren“ am 13./14. März 2017 in der Katholischen Akademie Schwerte. Zu den Lernprozessen innerhalb der Behindertenbewegung berichtete Prof. Dr. Theresia Degener: „Als wir das Krüppeltribunal 1981 veranstaltete, wussten wir noch nicht, was Menschenrechte eigentlich bedeuteten. Eine konkrete Vision entwickelten wir erst später, als wir die Menschenrechte für behinderte Menschen formulierten und 2006 schließlich die UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedeten“.

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Theresia Degener als Vorsitzende des UN-Ausschusses gewählt

Zu Beginn der 17. Sitzung des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Genf ist Prof. Dr. Theresia Degener am Montag, den 20. März,  per Akklamation zur Vorsitzenden gewählt worden. Ihre Amtsperiode als derzeit einzige Frau im Ausschuss wird bis Ende 2018 dauern:  "Ich bin sehr dankbar dafür, dass mir der Vorsitz des BRK-Fachausschusses für die nächsten zwei Jahre anvertraut wurde", so Degener nach ihrer Wahl. "Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, das menschenrechtliche Modell von Behinderung in der zweiten Dekade der UN-Behindertenrechtskonvention aufrecht zu erhalten. Als einziges weibliches Mitglied des Ausschusses verstehe ich diese Wahl auch als Verpflichtung zur Gleichberechtigung der Geschlechter durch meine Ausschusskollegen." Als stellvertretende Vorsitzende wurden Damjan Tatic aus Serbien, Coomaravel Pyaneandee aus Mauritius und Danlami Umaru Basharu aus Nigeria gewählt.

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„Psychiatrie und Menschenrechte - Wie können wir Zwang reduzieren?“

Pressebericht zum Symposium
„Psychiatrie und Menschenrechte - Wie können wir Zwang reduzieren?“
am 19. Januar 2017, Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum

Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht, das einschließt, über Maßnahmen, die die eigene Gesundheit betreffen, selbst zu entscheiden. Freiheitsentziehende Maßnahmen und Zwangsbehandlungen sind jedoch seit jeher Teil des Interventionskatalogs psychiatrischer Behandlungen. Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und den Entscheidungen des Bundesgerichtshofes und des Bundesverfassungsgerichtes bekommen der öffentliche und wissenschaftliche Diskurs um Zwangsbehandlungen Aufwind. Zur Bereicherung dieses Diskurses luden das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) und das LWL-Universitätsklinikum Bochum, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin, am 19. Januar 2017 Interessierte aus Wissenschaft und Praxis sowie Psychiatrieerfahrene zu einem interdisziplinär ausgerichteten Diskussionsforum ein. Dass es großen Informations- und Diskussionsbedarf zu diesen Fragen gibt, zeigte nicht zuletzt die bis auf den letzten Platz gefüllte Aula der EvH.

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Wie verändert sich mein Arbeitsplatz durch Inklusion?

Schulung

… fragten sich Mitarbeitende der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland und suchten Unterstützung für ihre Reflexion. Die Professorinnen des Bochumer Zentrums für Disability Studies (BODYS) Theresia Degener und Kerstin Walther haben in einer inhouse-Schulung mit über 60 Teilnehmenden aus Werkstätten, Wohnheimen, ambulant betreuenden Einrichtungen und Kindertagesstätten des Trägers mit wesentlichen Fragen zum Thema Inklusion auseinandergesetzt und in Gruppenarbeiten Visionen entwickelt, wie es gelingen kann, mehr Selbstbestimmung für die behinderten Menschen in ihren Lebens- und Arbeitsalltag zu ermöglichen. In einer abschließenden Podiumsdiskussion stellten Mitarbeitende der Lebenshilfe ihre Vorschläge vor und diskutierten nötige Schritte und Barrieren zur Umsetzung der Idee. Eine gelungene Lernerfahrung für alle Beteiligten.

Initiativen für ein „Gedächtnis der Behindertenbewegung“

Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der UN-Behindertenrechtskonvention fand am 9. Dezember 2016 eine Tagung zum Thema „Gedächtnis der Behindertenbewegung“ an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe. Eingeladen hatten die Beauftragten des Bundes und des Landes NRW für Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele und Elisabeth Veldhues, sowie die deutsche Expertin im UN Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Prof. Dr. Theresia Degener. Viele der etwa hundert Gäste stammten aus der politischen Behindertenbewegung, die sich in den 1970er Jahren formierte und 1981 mit der Störung der Auftaktveranstaltung zum „UNO-Jahr der Behinderten“ in Dortmund und dem anschließenden „Krüppeltribunal“ Menschenrechtsverletzungen gegen behinderte Menschen anprangerte.

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Video der Open Society Foundation anlässlich des 10. Jahrestages der UN-BRK

In diesem fünfminütigen Video (Englisch mit Untertiteln) ziehen prominente "Disability and Human Rights"- Aktivist_innen eine positive Bilanz über die bisherige Wirkung der UN-Behindertenrechtskonvention.

10 Jahre UN BRK: Inklusive Entwicklungszusammenarbeit?

„Die Verpflichtung, Entwicklungszusammenarbeit menschenrechtskonform zu gestalten, wurde in keinem bisherigen Menschenrechtsdokument so deutlich unterstrichen wie in der UN-Behindertenrechtskonvention.“ Dies war das Fazit von Prof. Dr. Theresia Degener auf einer Veranstaltung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), die am 29. November 2016 in Berlin anlässlich des 10-jährigen Bestehens der UN-Behindertenrechtskonvention stattfand. Die stellvertretende Vorsitzende des UN-Fachausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und Leiterin von BODYS blickte in ihrem Vortrag auf 10 Jahre UN-BRK in der Entwicklungszusammenarbeit zurück und verdeutlichte die Pflicht der Geberstaaten, im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit die Rechte von Menschen mit Behinderungen ausreichend zu berücksichtigen.

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Bundesteilhabegesetz: Von Träumen, Hoffnungen und Enttäuschungen

Anlässlich der aktuellen Diskussionen um das Bundesteilhabegesetz (BTHG) lud das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) am 25. Oktober zu einem Vortragsabend inklusive Webinar zum Thema "Bundesteilhabegesetz - Einführung und Bewertung" ein.  Neben dem Gastreferenten Carl-Wilhelm Rößler aus Köln diskutierten Prof. Dr. Theresia Degener und Lukas Groß sowie Nicole Andres (alle von BODYS).

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Erwachsenenschutz, Vormundschaft und Betreuung aus menschenrechtlicher Behinderungsperspektive.

Vortrag von Theresia Degener auf dem 4. Weltkongress Betreuungsrecht 14.–16. September 2016

Bundesteilhabegesetz: Einführung und Bewertung

Einladung zur Veranstaltung am 25. Oktober 2016 17 - 19 Uhr in Raum 205

Bundesteilhabegesetz: Einführung und Bewertung

Im Deutschen Bundestag wird derzeit über das Bundesteilhabegesetz (BTHG) beraten. Nach Darstellung der Bundesregierung ist es das größte sozialpolitische Vorhaben in dieser Legislaturperiode. Es zielt vor allem auf die Neuregelung der Eingliederungshilfe und soll zum 1. Januar 2017 in Kraft treten. Viele Behindertenverbände sind der Ansicht, dass das Vorhaben nicht der Inklusion und der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention dient, sondern ein großes Sparpaket auf dem Rücken behinderter Menschen darstellt.

Referent_innen: Carl-Wilhelm Rößler (Forum behinderter Jurist_innen); Prof. Dr. Theresia Degener, Lukas Groß, Nicole Andres (EvH)
Eine Veranstaltung von FB II und BODYS

Initiativen für ein „Gedächtnis der Behindertenbewegung“

Einladung zum Workshop:

35 Jahre Krüppeltribunal – 10 Jahre Behindertenrechtskonvention
Freitag, 9. Dezember 2016, 10:00-15:00 Uhr
Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

Um Anmeldung wird gebeten. Details zu Veranstaltung sowie das Anmeldeformular finden Sie hier:

Einladung als PDF Dokument (nicht barrierefrei)

Einladung als MS Word Dokument

 

Für BODYS on Tour – Jana Offergeld besucht die University of Melbourne Law School

Der Aufbau von Kooperationen mit internationalen Forschungspartnern ist eines der zentralen Ziele des Bochumer Zentrums für Disability Studies (BODYS). Mitte Juli tauschte Jana Offergeld, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt AKTIF, daher den deutschen Sommer gegen den australischen Winter und verbrachte fünf Wochen an der University of Melbourne. Bereits im Rahmen der Veranstaltung „Rights based research and the CRPD“, die im Januar 2016 in Zusammenarbeit zwischen der EvH RWL und der University of Melbourne in Bochum organisiert wurde, hatte sich schnell die Idee formiert, zukünftig gemeinsam im Kontext der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen forschen zu wollen. Dr. Anna Arstein-Kerslake, Direktorin der Hallmark Disability Initiative an der Universität Melbourne, lud daraufhin Jana Offergeld ein, ihr Team im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes zu unterstützen.

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Interview mit Maria Laura Serra, erste Gastdoktorandin bei BODYS

BODYS: Laura, Du bist die erste Gastdoktorandin bei BODYS und es ist uns eine große Freude, Dich bei uns willkommen zu heißen! Wir würden gern von Dir wissen, wie und warum Du zu BODYS nach Bochum gekommen bist. Vielleicht magst Du Dich zunächst selbst kurz vorstellen und vor allem von Deinem Dissertationsthema erzählen?

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Wahlrecht nicht per Betreuungsgesetz regeln

Das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) fordert die Bundesregierung auf, die menschenrechtswidrigen Wahlrechtsausschlüsse von knapp 85 000 Menschen mit Behinderungen in Deutschland im Bundes- und Europawahlgesetz ersatzlos abzuschaffen. "Durch die Studie zum aktiven und passiven Wahlrecht, die gerade vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlicht worden ist, gibt es endlich empirische Aussagen über das erschreckend hohe Ausmaß und die unterschiedliche regionale Verteilung des Ausschlusses", so die Leiterin von BODYS, Prof. Dr. Theresia Degener, die auch stellvertretende Vorsitzende des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist. Der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat im Rahmen des Staatenprüfungsverfahrens der Bundesrepublik Deutschland im vergangenen Jahr auf die mangelhafte Umsetzung von Art. 29 BRK und die Völkerrechtswidrigkeit des geltenden deutschen Wahlrechts nachdrücklich hingewiesen.

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Nicole Andres gewinnt beim ScienceLiveRuhr-Wettbewerb

Nicole Andres, Studierende der EFH RWL und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bochumer Zentrums für Disability Studies (BODYS) – Projekt AKTIF, ist Gewinnerin beim  ScienceLiveRuhr-Wettbewerb 2016! Dieser Wettbewerb im Rahmen der WissensNacht Ruhr richtet sich an Studierende, Doktoranden und Post-Docs: „Die Jury sieht Ihren Beitrag als großartige Bereicherung für die WissensNacht Ruhr an und freut sich darauf, diesen am 30. September von Ihnen vorgestellt zu bekommen“, heißt es im Glückwunschschreiben der veranstaltenden Gesellschaft city2science. Andres wurde als eine von zehn Sieger_innen des Wettbewerbs ausgewählt. Neben der Prämie in Höhe von 500 Euro erhält sie eine Präsentationsmöglichkeit im Rahmen der WissensNacht 2016.

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Interview mit Elisabeth Veldhues, Landesbehindertenbeauftragte und BODYS-Beiratsmitglied

Anlässlich der Beiratssitzung von BODYS, dem Bochumer Zentrum für Disability Studies, sprach die Leiterin Prof. Dr. Theresia Degener am 24. Mai mit Elisabeth Veldhues, Beauftragte der Landesregierung NRW für Menschen mit Behinderung und Mitglied des Beirates von BODYS über aktuelle behindertenpolitische Themen

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Sigrid Graumann im Deutschen Ethikrat

Der Deutsche Ethikrat hat sich auf seiner Tagung am 28. April 2016 in Berlin neu konstituiert: Mit dabei ist die Ethikprofessorin Dr. Dr. Sigrid Graumann, die an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe lehrt und auch stellvertretende Leiterin von BODYS, dem Bochumer Zentrum für Disability Studies, ist.

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"Rechte von Menschen mit Behinderungen sind Menschenrechte"

Die Vereinten Nationen feiern 10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention:
http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/CRPD/Pages/CRPD10.aspx

„A dream came true!“ – Hochrangig besetztes Forschungstreffen zur UN-BRK

Wenn Wissenschaftler_innen von Hochschulen aus Australien, Irland, Indien und Deutschland, eine Richterin des Bundesverfassungsgerichtes, eine UN-Sonderberichterstatterin, die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung und der Sekretär des UN-Fachausschusses zur UN-Behindertenrechtskonvention an einem Nachmittag gemeinsam referieren, dann kann das eigentlich nur an der EvH RWL stattgefunden haben. Für Prof. Dr. Theresia Degener, Leiterin von BODYS, dem Bochumer Zentrum für Disability Studies, wurde deshalb ein Traum an diesem 14. Januar 2016 wahr.

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Zentrum für Disability Studies (BODYS) eröffnet

BODYS, die neue Forschungseinrichtung der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EvH RWL), ist mit einem Festakt inklusive Dichterlesung am 1. Dezember 2015 in der vollbesetzten Aula eröffnet worden. "Das neue Institut wird ein Meilenstein für die Entwicklung der Forschung an der Hochschule sein", betonte Rektor Prof. Dr. Gerhard K. Schäfer in seiner Begrüßung. Weiteres Ziel, so Schäfer, sei die Förderung behinderter Nachwuchswissenschaftler_innen, denn in der Vergangenheit seien behinderte Menschen allzuoft nur Objekte und nicht Subjekte der Forschung gewesen.

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