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Neue Entwicklungen in der pränatalen Diagnostik – gesellschaftliche und ethische Fragen
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Neue Entwicklungen in der pränatalen Diagnostik – gesellschaftliche und ethische Fragen

Die Praxis der vorgeburtlichen Diagnostik entwickelt sich seit Jahren ausgesprochen dynamisch. Durch den Einsatz neuer niedrigschwelliger Methoden (NIPT) kann der überwiegende Teil von Kindern mit Chromosomen-Veränderungen während der Schwangerschaft entdeckt werden. Diese neuen nichtinvasiven Verfahren werden zusammen mit neuen genetischen Analyseverfahren die Praxis der Pränataldiagnostik ausweiten.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird der Zusammenhang zwischen den neuen pränataldiagnostischen Angeboten, dem sozialen Druck auf schwangere Frauen und der Diskriminierung von Menschen mit Behinderung untersucht. Einerseits werden dafür qualitative Interviews mit schwangeren Frauen, jungen Eltern, Ärzt_innen, die Pränataldiagnostik anbieten, sowie Mitarbeitenden psychosozialer Beratungsstellen durchgeführt. Die gewonnenen empirischen Erkenntnisse werden anschließend in die ethische Reflexion der neuen Entwicklungen der Pränataldiagnostik einbezogen.

Indem v.a. gesellschaftliche Entwicklungen erforscht und reflektiert werden, soll die Studie einen Beitrag zur aktuellen ethischen Diskussion um den Einsatz neuer nicht invasiver pränataldiagnostischer Verfahren leisten. Angesichts der zu erwartenden Ausweitung der Praxis der Pränataldiagnostik sind Erkenntnisse über diese Zusammenhänge essentiell, um Handlungsspielräume hinsichtlich des Umgangs mit den ethischen Problemen zurückzugewinnen. Die Forschungsergebnisse sind einerseits für die öffentliche Positionierung der Kirche zur ethischen Problematik der Pränataldiagnostik, andererseits für psychosoziale Beratungsstellen und Krankenhäuser, in denen Pränataldiagnostik durchgeführt wird, hochrelevant.

Dauer:

09/2017-08/2018

Projektleitung:

Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann

Kooperations-/ Praxispartner:

Evangelische Konferenz für Ehe- und Lebensberatung e.V. (EKFuL)

Transferleistungen des Projekts:

- Beitrag zur aktuellen Diskussion um den Einsatz neuer nichtinvasiver pränataldiagnostischer Verfahren

- Relevanz für die öffentliche Positionierung der evangelischen Kirche, psychosozialer Beratungsstellen und Krankenhäusern zur ethischen Problematik der Pränataldiagnostik

Ergebnisse / Veröffentlichungen:

Die Ergebnisse des Projektes sollen als Buch publiziert werden. Daneben werden die Projektergebnisse auf unterschiedlichen Fachtagungen (u.a. der Fachtagung „Psychologische/ Psychosoziale Beratung im Kontext von Pränataldiagnostik“ der EKFuL) präsentiert und für den praxisinternen Einsatz als Broschüre veröffentlicht.

Projekttyp

Drittmittel der Evangelischen Kirche im Rheinland

 

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