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Flucht, Migration und interkulturelle Kompetenz
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Flucht, Migration und interkulturelle Kompetenz

Ausländerrecht

Rechtliche Grundlagen des Nachzugs von Ausländern zur Familienzusammenführung

Tagesveranstaltung am 24.05.2019 von 10 bis 18 Uhr

Einer der Hauptzuwanderungsgründe nach Deutschland ist die Familienzusammenführung. Die nationalen Vorgaben in §§ 27 - 36 AufenthG werden durch die Verfassung, die Europäische Menschenrechtskonvention und durch die Familiennachzugsrichtlinie

der EU ergänzt bzw. teilweise verdrängt. Zudem privilegiert das Gesetz bestimmte Personengruppen und enthält Einschränkungen für andere Personengruppen. Im Seminar werden die komplexen rechtlichen Grundlagen übersichtlich dargestellt und Lösungen für praktische Probleme rund um den Ehegattennachzug und die Familienzusammenführung erarbeitet.

Eingegangen werden soll auch auf geplante – möglicherweise nach Druck dieser Ankündigung auch bereits umgesetze – rechtliche Änderungen. Der Familiennachzug zu Subsidiär Schutzberechtigten, in Form des neuen § 36a AufenthG, so wie das EUGH Urteil zum Familiennachzug zu volljährig gewordenen UMF und der daraus resultierende Zwiespalt zwischen Europäischem Recht und der Auffassung des Auswärtigen Amtes wird ebenfalls behandelt.

Inhalte:

  • Rechtliche Regelungen zum Nachzug der Kernfamilie sowie sonstiger Familienangehöriger nach §§ 27 – 36 AufenthG
  • Besonderheiten beim Nachzug zu hier lebenden Dritt­staatsangehörigen mit humanitärem Aufenthaltsstatus wie etwa Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte, Resettlement-Flüchtlinge
  • Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zum Sprachnachweis
  • Verfahrensrechtliche Grundlagen für den Visumsantrag und evtl. Rechtsmittel

Zielgruppe: Haupt- und ehrenamtliche Berater_innen, die mit Flüchtlingen arbeiten/zu tun haben (Mitarbeiter_innen von Jugendämtern und sozialen Diensten, Frauenhäusern, Beratungsstellen sowie Vormünder_innen, Betreuer_innen; weitere Interessent_innen).

Seminarleitung: Prof. Dr. jur. Daniela Evrim Öndül lehrt an der EvH RWL Sozialrecht, u.a. mit dem Schwerpunkt Ausländerrecht. Sie hat mehrjährige einschlägige Praxiserfahrung als Rechtsanwältin im Ausländer- und Asylrecht und als Ergänzungspflegerin für ausländische unbegleitete Minderjährige.

Referent: Dennis Giehmann, Sozialpädagoge (B.A.), ist beim Diakoniewerk Duisburg GmbH im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie sowie in der Flüchtlingsberatung tätig.

Termin: Freitag, 24. Mai 2019, 10 bis 18 Uhr
Ort: EvH RWL
Teilnehmerzahl: 15 bis 25
Teilnahmegebühr: 180,- Euro (Selbstverpflegung)

Ausbildungsförderung für Geflüchtete – Herausforderungen, Fallstricke und Lösungsansätze aus der Praxis auf der Grundlage der Förderinstrumente des § 59 SGB III / §132 SGB III

Tagesveranstaltung am 10. Mai 2019 von 10:00 bis 18:00 Uhr

Junge Menschen mit Fluchthintergrund verfolgen sehr häufig das Ziel einer betrieblichen Berufsausbildung. Eine Ausbildung kann helfen, unabhängig vom Aufenthaltstitel ein mehrjähriges oder dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland zu erlangen. Ein staatlich anerkannter Beruf ermöglicht jungen Geflüchteten berufliche Perspektiven in Deutschland und auch weltweit und ist Grundlage für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. 

Im Rahmen des Seminars werden die Förderinstrumente der Agentur für Arbeit vorgestellt, damit junge Menschen den Weg in die Ausbildung schaffen können. Die Fördervoraussetzungen hängen ab von der „Bleibeperspektive“, dem jeweiligen Herkunftsland und dem Aufenthaltsstatus und müssen im Einzelfall durch die Agentur für Arbeit oder ggf. das Job Center geprüft werden. Die Referentin berichtet von Erfahrungswerten aus der Praxis in der Berufsberatung. Die Teilnehmenden sollen dabei eigene Arbeitserfahrungen und Fallbeispiele einbringen.

Zielgruppe: Haupt- und ehrenamtliche Berater_innen, die mit jüngeren Flüchtlingen arbeiten/zu tun haben (Mitarbeiter_innen von Jugendämtern und sozialen Diensten, Vormünder_innen, Betreuer_innen, Schulsozialarbeiter_innen, Mitarbeiter_innen von Beratungsstellen; weitere Interessent_innen).

Termin: Freitag, 10. Mai 2019 von 10:00 bis 18:00 Uhr

Ort: EvH RWL

Teilnahmegebühr: 180,- Euro

Referentin: Inge Riße ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Betriebswirtin (MBA) und arbeitet als Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit mit Geflüchteten, die eine Ausbildung in Deutschland anstreben und / oder während einer bereits begonnenen Ausbildung mit Förderinstrumenten unterstützt werden müssen, um ihre Ausbildung erfolgreich abschließen zu können.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer zum Download.

Zertifikatskurs Interkulturelle Kompetenzen und Interkulturelle Sensibilität

Zertifikatskurs Interkulturelle Kompetenzen und Interkulturelle Sensibilität

In Kooperation mit der Diakonie RWL

Die Kurse umfassen jeweils eine Kompaktwoche, zwei Beratungstage zu einem selbständig durchzuführenden Projekt sowie einen Abschlusstag mit Projektvorstellung. Die Bausteine des Zertifikatskurses umfassen Wissenserwerb, Handlungsebenen, Reflexion und Transfer zu folgenden Schwerpunkten:

  • Interkulturelle Kompetenzen und Interkulturelle Sensibilität
  • Migration und Integration in Politik und Recht
  • Werteorientierungen, Religiosität und Normenkonflikte
  • Interkulturelle Kommunikation und konstruktive Konfliktlösung
  • Organisation und Verankerung interkultureller Arbeit in sozialen Einrichtungen

Leitung: Prof. Dr. Thomas Eppenstein (EvH RWL), Ionna Zacharaki M. A. (Diakonie RWL)
Ort: Melanchthon-Akademie Köln
Teilnahmegebühr: auf Anfrage
Ausführliche Informationen: c.stelzl@diakonie-rwl.de