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Nachruf Prof. Dr. Wolf Crefeld
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Nachruf Prof. Dr. Wolf Crefeld

Unser Kollege im Ruhestand, Prof. Dr. Wolf Crefeld ist am 28.01.2024 im Alter von 85 Jahren gestorben. Er wurde am 05.01.1939 in Bonn geboren, war verheiratet und hatte fünf Kinder. Wolf Crefeld hat Medizin in Marburg, Berlin und München studiert und anschließend seinen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie absolviert. Seit 1982 bis zum Antritt seiner Professur war er leitender Arzt im sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Bochum. 1988 erfolgte seine Berufung als Professor für soziale Medizin an unsere Hochschule, wo er bis zu seinem Ruhestand 2004 und darüber hinaus lehrte und forschte. 1999 wurde er als erster Arzt in den Vorstand des Vormundschaftsgerichtstages - heute Betreuungsgerichtstag - gewählt und nahm dort unter anderem die Funktion der geschäftsführenden Leitung wahr. Wolf Crefeld gehörte zu der Generation Sozialpsychiater, die die Psychiatriereform in Deutschland mit voller Kraft und Überzeugung vorantrieben.

So war er auch einer der ersten, der das innovative Potenzial der UN-Behindertenrechtskonvention für die Wahrung des Rechts auf Selbstbestimmung von Menschen, die unter rechtlicher Betreuung stehen, erkannte, unter dem Motto „vom stellvertretenden Handeln zur Assistenz“.

Während seines ganzen Berufslebens, als klinisch tätiger Psychiater, als leitender Arzt im sozialpsychiatrischen Dienst und als Hochschulschullehrer setzte er sich für die Achtung der Rechte von Menschen mit Psychiatrieerfahungen ein und hat mit dieser Haltung Generationen von Studierenden geprägt. Wir werden Wolf Crefeld als Wissenschaftler und als Person in ehrendem Andenken behalten.

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